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Waldpfad

AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Psychologische Begleitung Kugler – Lynn Kugler

Stand: März 2026 

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge zwischen Lynn Kugler, Windmühlenstraße 117a, 47800 Krefeld (nachfolgend „Anbieterin“) und ihren Auftraggebern (nachfolgend „Klient/Klientin“) über die Erbringung psychologischer Begleitungsleistungen.

(2) Die Leistungen umfassen insbesondere: Einzelberatung, Paarberatung, Familienberatung, Elternbegleitung, Babyberatung, naturgestützte psychologische Begleitung, pferdegestützte Interventionen sowie Workshops und Kursreihen.

(3) Abweichende Bedingungen des Klienten/der Klientin werden nicht anerkannt, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(4) Diese AGB gelten auch für künftige Verträge mit dem Klienten/der Klientin, ohne dass es eines erneuten Hinweises bedarf.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsabgrenzung

(1) Die Anbieterin erbringt psychologische Begleitung und Beratung. Die Leistungen dienen der Unterstützung bei persönlichen, familiären und erzieherischen Fragestellungen sowie der Förderung der psychischen Gesundheit.

(2) Die Leistungen der Anbieterin stellen keine Heilbehandlung, keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung dar. Die Anbieterin erstellt keine Diagnosen im Sinne des ICD-10/ICD-11 und führt keine psychotherapeutischen Verfahren nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG) durch.

(3) Die psychologische Begleitung ersetzt nicht die Behandlung durch Ärzte, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker. Bei Vorliegen einer psychischen Erkrankung oder eines entsprechenden Verdachts empfiehlt die Anbieterin die Konsultation einer approbierten Fachperson.

(4) Ein bestimmter Beratungserfolg wird nicht geschuldet. Die Anbieterin schuldet die fachgerechte Durchführung der Begleitungsleistung, nicht einen bestimmten Erfolg (Dienstvertrag gemäß § 611 BGB).

§ 3 Vertragsschluss und Aufklärung

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Kontaktaufnahme dar.

(2) Der Vertrag kommt durch die Terminvereinbarung per Telefon oder E-Mail zustande. Die Bestätigung des Termins durch die Anbieterin stellt die Annahme des Vertragsangebots dar.

(3) Bei Kursreihen und Workshops kommt der Vertrag mit der Anmeldebestätigung durch die Anbieterin zustande.

(4) Aufklärungspflicht (Informed Consent): Vor Beginn der Begleitung informiert die Anbieterin den Klienten/die Klientin mündlich oder schriftlich über Art, Umfang und Grenzen der Leistung, die Abgrenzung zur Psychotherapie, die voraussichtliche Dauer und Häufigkeit der Sitzungen, die angewandten Methoden sowie über das Recht, die Begleitung jederzeit ohne Angabe von Gründen zu beenden.

(5) Die Aufklärung erfolgt spätestens in der ersten Sitzung und wird auf Wunsch des Klienten/der Klientin schriftlich dokumentiert.

§ 4 Honorar und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Terminvereinbarung auf der Website veröffentlichten oder im Einzelfall vereinbarten Honorare. Alle Preise sind Gesamtpreise. Umsatzsteuer wird gemäß § 19 Abs. 1 UStG (Kleinunternehmerregelung) nicht ausgewiesen.

(2) Die aktuellen Regelpreise betragen:

Leistung

Dauer

Gesamtpreis

Einzelberatung

60 Minuten

89,00 €

Einzelberatung (Erstberatung)

90 Minuten

89,00 €

Paarberatung / Familienberatung

60 Minuten

109,00 €

Paarberatung (Erstberatung)

90 Minuten

109,00 €

 

(3) Das Honorar für Einzelsitzungen ist am Tag der Sitzung in bar oder per Überweisung zu entrichten, sofern nicht individuell anders vereinbart. Bei Kursreihen und Workshops ist das Honorar spätestens vor Kursbeginn zu entrichten.

(4) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugsregeln (§§ 286 ff. BGB).

§ 5 Terminabsage und Stornierung

(1) Vereinbarte Termine können bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei abgesagt werden. Die Absage muss per Telefon oder E-Mail erfolgen.

(2) Bei Absagen, die weniger als 24 Stunden vor dem Termin erfolgen, oder bei Nichterscheinen ohne Absage, wird das volle Honorar berechnet. Dies gilt nicht, wenn der Klient/die Klientin nachweist, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist (§ 309 Nr. 5 lit. b BGB).

(3) Die Anbieterin behält sich das Recht vor, Termine aus wichtigem Grund (insbesondere Krankheit) abzusagen. In diesem Fall wird ein Ersatztermin angeboten. Ein Honoraranspruch entsteht nicht.

(4) Bei Kursreihen gelten folgende Stornierungsfristen: Bis 14 Tage vor Kursbeginn ist eine kostenfreie Stornierung möglich. Bei späterer Stornierung werden 50 % des Kurshonorars fällig. Bei Stornierung ab Kursbeginn oder Nichterscheinen ist das volle Honorar zu entrichten. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend.

§ 6 Schweigepflicht, Datenschutz und Umgang mit sensiblen Daten

(1) Die Anbieterin behandelt alle ihr im Rahmen der Begleitung anvertrauten Informationen vertraulich. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Klienten/der Klientin oder bei gesetzlicher Verpflichtung.

(2) Besondere Kategorien personenbezogener Daten: Im Rahmen der psychologischen Begleitung können Gesundheitsdaten und weitere besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 DSGVO verarbeitet werden. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage der ausdrücklichen Einwilligung des Klienten/der Klientin (Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO). Die Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden, ohne dass die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung berührt wird.

(3) Nähere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung auf der Website (www.kugler.nrw/datenschutz).

(4) Dokumentation: Die Anbieterin führt Aufzeichnungen über den Verlauf der Begleitung ausschließlich in dem Umfang, der für die fachgerechte Leistungserbringung erforderlich ist. Der Klient/die Klientin hat das Recht, Einsicht in die ihn/sie betreffenden Aufzeichnungen zu nehmen.

(5) Die Aufbewahrung der Aufzeichnungen erfolgt für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen. Nach deren Ablauf werden die Aufzeichnungen datenschutzkonform vernichtet.

§ 7 Haftung

(1) Die Anbieterin haftet für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, unbeschränkt.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet die Anbieterin der Höhe nach begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Klient/die Klientin regelmäßig vertrauen darf, insbesondere die Pflicht zur fachgerechten Durchführung der Begleitungsleistung, die Verschwiegenheitspflicht sowie die Pflicht zur Einhaltung der vereinbarten Termine.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und aus der Übernahme von Garantien bleibt unberührt.

(5) Soweit die Haftung der Anbieterin ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung ihrer Erfüllungsgehilfen.

§ 8 Besondere Bedingungen für tiergestützte und naturgestützte Angebote

(1) Bei Angeboten mit Tierkontakt (insbesondere pferdegestützte Interventionen) ist der Klient/die Klientin verpflichtet, bestehende Allergien, Ängste vor Tieren oder körperliche Einschränkungen vor Beginn der Sitzung mitzuteilen.

(2) Die Teilnahme an tiergestützten und naturgestützten Angeboten erfolgt auf eigenes Risiko, soweit die Anbieterin kein Verschulden trifft. Die Anbieterin sorgt für die Einhaltung angemessener Sicherheitsvorkehrungen.

(3) Soweit die Anbieterin Tiere im Sinne des § 833 BGB hält, haftet sie für durch diese Tiere verursachte Schäden nach den gesetzlichen Vorschriften. Bei Tieren, die dem Beruf oder der Erwerbstätigkeit des Tierhalters dienen (Nutztiere i.S.d. § 833 Satz 2 BGB), ist eine Entlastung möglich, wenn die Anbieterin nachweist, dass sie bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet hat. Soweit die bei den Angeboten eingesetzten Tiere nicht im Eigentum oder in der Obhut der Anbieterin stehen, richtet sich die Tierhalterhaftung gegen den jeweiligen Tierhalter.

(4) Die Anbieterin haftet nicht für Schäden an der Kleidung oder an mitgebrachten Gegenständen, die durch den Umgang mit Tieren oder den Aufenthalt im Freien entstehen, es sei denn, die Schäden beruhen auf einem Verschulden der Anbieterin.

(5) Den Anweisungen der Anbieterin im Umgang mit den Tieren ist stets Folge zu leisten.

§ 9 Minderjährige Klienten

(1) Verträge über die Begleitung Minderjähriger bedürfen der Zustimmung aller sorgeberechtigten Personen. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge (§ 1627 BGB) müssen beide Elternteile der Begleitung zustimmen, sofern es sich nicht um eine Angelegenheit des täglichen Lebens (§ 1687 Abs. 1 Satz 2 BGB) handelt.

(2) Die Anbieterin behält sich vor, die Vorlage eines Nachweises über das Sorgerecht zu verlangen. Kann die Zustimmung beider sorgeberechtigten Personen nicht nachgewiesen werden, ist die Anbieterin berechtigt, die Leistung abzulehnen.

(3) Bei Minderjährigen ab dem 14. Lebensjahr wird zusätzlich zur Zustimmung der Sorgeberechtigten auch das Einverständnis des Minderjährigen selbst eingeholt. Die Aufklärung gemäß § 3 Abs. 4 dieser AGB erfolgt in altersgerechter Form.

(4) Kindeswohlvorbehalt: Erhält die Anbieterin im Rahmen der Begleitung Kenntnis von einer Kindeswohlgefährdung im Sinne des § 8a SGB VIII, ist sie berechtigt und ggf. verpflichtet, die zuständigen Stellen (Jugendamt) zu informieren. Die Schweigepflicht tritt insoweit hinter den Kinderschutz zurück.

(5) Die Kommunikation mit den Sorgeberechtigten über den Verlauf der Begleitung erfolgt unter angemessener Berücksichtigung der Vertrauensbeziehung zum minderjährigen Klienten/zur minderjährigen Klientin. Inhalte, die der Minderjährige der Anbieterin vertraulich anvertraut, werden nur mit dessen Einverständnis oder bei Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung an die Sorgeberechtigten weitergegeben.

§ 10 Streitbeilegung

(1) Die Anbieterin ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 Abs. 1 VSBG).

(2) Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/.

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform (§ 126b BGB).

 

Krefeld, März 2026

Lynn Kugler – Psychologische Begleitung Kugler

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